
Ein Tunnelofen für Blutzuckerteststreifen ist eine Anlage der Teststreifenfertigung, die vor allem zum Trocknen und Aushärten der Streifen dient. Ein genauerer Blick:
Funktionsprinzip
Heißluftumwälzung: Blutzuckerstreifen-Tunnel heizen Luft und Ventilatoren wälzen sie um, sodass Heißluft die Streifen beströsst und Feuchte/Löser abführt.
Temperaturregelung: genaue Fühler melden dem Regler, der Soll- und Istwert vergleicht und die Heizleistung nachführt - stabile Kammertemperatur für Trocknen/Aushärten der Streifen.
Aufbau
Heizsystem: besteht aus Heizelementen wie Heizdraht, elektrischen Heizrohren oder Gasbrennern. Es ist die zentrale Wärmequelle und wandelt elektrische Energie oder Gas in Wärme um, die die Luft erhitzt.
Umluftsystem: im Wesentlichen Ventilatoren und Luftkanäle. Die Ventilatoren wälzen die Heißluft im Tunnel um, die Kanäle verteilen sie gleichmäßig im Ofenraum, sodass alle Bereiche der Teststreifen gleichmäßig erwärmt und getrocknet werden.
Temperaturregelsystem: Temperatursensoren, Regler und Anzeige. Die Sensoren messen die tatsächliche Ofentemperatur, der Regler wertet ihre Signale aus und regelt, und die Anzeige zeigt die Ofentemperatur in Echtzeit, damit das Bedienpersonal sie überwachen und anpassen kann.
Tunnelkörper: die tragende Struktur der Anlage, meist aus Dämmstoffen wie Steinwolle oder Aluminiumsilikatfaser, um Wärmeverluste zu verringern und die Energieeffizienz zu erhöhen. Im Inneren befördern ein Transportband oder Tabletts die Teststreifen durch den Ofen und ermöglichen so eine kontinuierliche Fertigung.
Aufgaben in der Teststreifenfertigung
Trocknen: Bei der Herstellung muss den Blutzuckerteststreifen Feuchtigkeit entzogen werden, damit sie stabil und genau bleiben. Der Tunnelofen verdunstet die Feuchtigkeit schnell und gleichmäßig, bringt die Streifen auf einen geeigneten Feuchtegehalt und verhindert, dass sie bei Lagerung und Gebrauch durch zu viel Feuchtigkeit verderben oder unbrauchbar werden.
Aushärten: Für Teststreifen, die ausgehärtet werden müssen, stellt der Tunnelofen die nötige Temperatur und Zeit bereit, sodass die Chemikalien auf dem Streifen zu einer stabilen Nachweisschicht aushärten. Das verbessert Messleistung und Zuverlässigkeit.
Höhere Produktivität: Im Durchlaufbetrieb verarbeitet der Tunnelofen große Mengen Teststreifen gleichzeitig, steigert so die Leistung deutlich, senkt die Produktionskosten und erfüllt die Anforderungen der Massenfertigung.
Einstellung der Prozessparameter
Temperatureinstellung: Trocken-/Aushärtetemperatur nach Material, Chemie und Prozess wählen. Typisch 30-80℃, je nach Hersteller und Produkt.
Luftgeschwindigkeit: Sie beeinflusst direkt den Kontakt und den Wärmeübergang zwischen Heißluft und Teststreifen. Eine passende Geschwindigkeit verteilt die Heißluft gleichmäßig über die Streifen und verbessert die Trocknung, eine zu hohe kann jedoch Chemikalien von der Oberfläche blasen oder die Streifen beschädigen. Üblich sind 0,5 m/s bis 3 m/s.
Fördergeschwindigkeit: Sie bestimmt die Verweilzeit der Teststreifen im Tunnelofen, also die Trocknungs- bzw. Aushärtezeit. Die Bandgeschwindigkeit wird an die Trocknungs- oder Aushärteanforderungen angepasst, damit die Streifen lange genug im Ofen bleiben und das gewünschte Ergebnis erreicht wird. Üblich sind 0,5 m/min bis 5 m/min.




